Frei und treu zugleich arbeitete Wolf Biermann, wie Luther sagen würde, als "Dolmetzsch". Authentisch und dennoch autark transportierte Biermann 40 besonders starke Sonette des vielleicht genialsten Dichters der Menschheit in die Sprache unserer Zeit. Die 40 Übersetzungen werden jeweils neben dem Original präsentiert, ergänzt durch Arbeitsnotate. Darüber hinaus enthält das Buch die Noten für das von Biermann vertonte 66. Sonett.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.12.2005
Wolf Biermann hat 40 Sonette von Shakespeare nicht übersetzt, sondern so nachgedichtet, dass sie zu "Biermann-Sonetten" und "modernen Liebesgedichten" geworden sind, wie Stefana Sabin durchaus angetan feststellt. Lobend erwähnt sie, dass Biermann mit der Verwendung von sechsfüßigen Jamben nur wenige Wörter des englischen Originals aussparen muss. Seine Wortwahl empfindet sie durch den "ständigen Registerwechsel" zwischen Hoch- und Gemeinsprache als "angemessen". Und dass die Nachdichtungen in einem "hübschen lindgrünen" Band präsentiert werden, verstärkt den guten Gesamteindruck weiter.
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