Wilhelm Schmid

Heimat finden

Vom Leben in einer ungewissen Welt
Cover: Heimat finden
Suhrkamp Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783518429785
Gebunden, 480 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Menschen suchen vermehrt nach Heimat in einer Welt, die ungewiss erscheint, und in einem Leben, das sich schneller ändert, als es zu verstehen ist. Mehr als je zuvor sehen sich auch diejenigen mit Heimatlosigkeit konfrontiert, die eigentlich wohlbeheimatet sind. Heimat wird zum flüchtigen Gut in der Epoche des Globalwerdens von Menschen und Dingen. Im permanenten Hin und Her zwischen den Welten werden die Menschen selbst flüchtig und beginnen sich zu fragen: Wo bin ich wirklich daheim? Wo war ich es? Wo wird Heimat künftig möglich sein? Die Heimat hat eine große Zukunft, aber nicht mit dem Modell der Vergangenheit. Eine Erweiterung des Heimatbegriffs ist nötig, denn Heimat ist mehr als nur ein Ort. Sie kann als Basislager des Lebens gelten, von dem aus Erkundungen ins Ungewisse möglich sind. Anders als es zunächst den Anschein hat, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Heimat zu finden. Die Vielfalt wird in der Diskussion über "die Heimat" oft aus den Augen verloren. Sie wird im Fokus dieses Buches stehen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.04.2021

Rezensent Burkhard Müller erträgt das Buch des "Lebenskunst-Philosophen" Wilhelm Schmid nur, indem er es gegen den Strich liest. Schmids Heimatduselei ist ihm viel zu undifferenziert, kitschig, selbstzufrieden und bequem, als dass er sich darauf einlassen möchte. Weil dem Autor schließlich alles zur Heimat wird, wird der Begriff für Müller unkenntlich, nicht zuletzt seine dunklen Implikationen. Nur in der kritischen Auseinandersetzung mit und Abwendung von Schmids Heimatbegriff fühlt sich der Rezensent zuhause.

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