Von Kairo in die Wiener Kindheit. Ruth Cerha erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in der Ferne ihre Wurzeln sucht. Anna ist jung, ungebunden, rastlos. Seit Jahren zieht sie von Ort zu Ort, bleibt nirgendwo länger als ein paar Monate, dann treibt die innere Unruhe sie weiter. Erst in Kairo, wo sie dem Künstler Paul und der quirligen Diplomatentochter Marjana begegnet, kommt die lange Reise zum Stillstand.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2011
Eher durchwachsen findet Daniela Strigl diesen Debütroman um eine Frau auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Ruth Cerha erzählt eine Geschichte von "zerstörten Beziehungen" und abgebrochener Kommunikation, die über Umwege zur Auflösung eines Familienrätsels führt, brichtet Strigl Inhaltlich scheint ihr die Geschichte altbekannt und insofern nur durch eine "besondere Erzählweise" zu rechtfertigen. Um einen solche bemüht sich die Autorin dann auch, tut dabei nach Ansicht der Rezensentin jedoch zu viel des Guten. So wirkt der Roman auf Strigl allzu oft recht pathetisch und arg bedeutungsschwanger. Das "Gekonnte, Witzige und wirklich Eigenwillige" geht dabei zu ihrem Bedauern unter.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…