Mit Dossier. Die erste realistische Graphic Novel über die Shoah beruht auf den Aussagen von Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Der Autor versucht weder die Endlössung in einem Album zusammenzufassen noch eine historische These zu entwerfen. Er möchte jüngere Generationen auf die Pflicht der Erinnerung aufmerksam machen: Wir dürfen die Millionen von Opfern des Nazi-Regimes nicht vergessen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2005
Titus Arnu erkennt die Bemühung an, findet sie aber fehlgeleitet: Gerade, indem Pascal Croci sich um einen historisch abgesicherten Realismus bemüht, so der Rezensent, bleibt er hinter den kritischen Debatten um die Darstellbarkeit des Holocaust und hinter der Leistung von Art Spiegelmans "Maus" zurück. Es soll authentisch sein, und das findet der Rezensent fragwürdig. Fünf Jahre lang hat Croci recherchiert und gezeichnet, um für Detailtreue und ästhetische Kohärenz zu sorgen, und Arnu will seine Darstellung der Schrecken von Auschwitz auch gar nicht als misslungen darstellen. Dennoch: "Die Stärken des Mediums Comic sind gerade nicht Dokumentation und Realismus, sondern Reduzierung, Interpretation und Abstraktion."
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…