Einen guten Überblick über die aktuelle Kunstproduktion im südöstlichen Europa gibt der Katalog von Rene Block und Marius Babias, meint Ines Kappert. Im ersten Teil, einem Bilderessay, finde man "unaufgeregte und gut fotografierte Alltagsimpressionen" auf dem Balkan. Im anschließenden Textteil analysierten Marius Babias, Boris Buden und der Ljubljaner Soziologe Rastko Mocnik den Balkan gründlich und "unerbittlich" als einen fixen und realen Ort. Die Rede vom "Balkan" erlaube es sowohl Italienern und Österreichern, aber auch Serben und Kroaten, sich gegenüber den vermeintlich unterentwickelten Nachbarn abzugrenzen und damit auch gleichzeitig die Grenze des zivilisierten Europa zu definieren. Die Autoren kritisierten zudem, referiert die Rezensentin offenbar zustimmend, dass sich die kulturellen Eliten im südöstlichen Europa mittlerweile selbst mit der Rolle des Außenseiters identifizieren.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…