Aus dem Englischen von Anke Burger. In seinem zweiten Roman erzählt Jon McGregor die Geschichte eines Mannes, der als Erwachsener erfährt, nicht Kind seiner Eltern zu sein. Der von Erinnerungsstücken besessene Archivar macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit und verliert dabei fast seine Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.11.2007
Recht zufrieden scheint Rezensent Friedhelm Rathjen mit Jon McGregors Roman über den Archivar David Carter, der in eine Jahrzehnte dauernde Lebenskrise stürzt, als er erfährt, dass seine Mutter nicht seine Mutter ist. Im Grunde sieht er darin einen Roman über Identität und all die möglichen Alternativen, die jede Existenz bereit hält. Über die Beschäftigung mit Artefakten nämlich, aus denen Carter das vergangene, verlorene Leben herauszulesen versucht, verliert er sein eigenes Leben aus dem Blick. Rathjen lobt McGregor als "ambitionierten" Stilisten, tadelt ihn aber zugleich dafür, manchmal zu wortreich zu sein. Dabei findet er den Autor dann am besten, wo er Lücken und Aussparungen lässt, wodurch die Aufmerksamkeit des Lesers geschärft werde und seine Prosa an Kontur gewinne.
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