Aus dem Französischen von Paula Bulling und Barbara Hartmann. Joann Sfars Vampir-Geschichten sind Coming-of-Age-Märchen mit einem tüddeligen Slacker-Dracula, der alte Platten sammelt und von einer amourösen Katastrophe in die nächste stolpert. Mit einem bunten Reigen an Nebenfiguren, wie seinem Kumpel dem Werwolf, dem Baummädchen, Inspektor Mazock, dem fliegenden Holländer bilden die Geschichten um den Vampir das Zentrum des Sfarschen Universums. Der Band enthält die kompletten ersten 4 Alben der Serie "Grand Vampire" und etliche Zusatzseiten, Skizzen und Weiteres.
Rezensent Michael Brake ist ohnehin begeisterter Leser der Comics von Joann Sfar, für die der Autor sich fast immer in der Sagen- und Mythenwelt bedient, die er dann eifrig durcheinander würfelt und in ungewohnte Szenerien verpflanzt. Die Übersetzung von Sfars Comic "Vampir" freut Brake also naturgemäß sehr. Zeichnerisch ist "Vampir" ein wenig ungewöhnlich, so der Rezensent, vor allem ist er satter und dunkler koloriert als die meisten anderen, aber die Geschichte ist gewohnt reich, verworren und absurd, verspricht Brake. Ferdinand ist eine Mischung aus klassischem Nosferatu und modernem Großstadtsingle, das lange Leben und die Welt haben ihn ein wenig melancholisch gemacht, aber er findet Ablenkung in diversen Liebesabenteuern, berichtet der Rezensent. Was Brake besonders freut: auch einige alte Bekannte bekommen einen Gastauftritt.
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