Den Verunsicherungen, die durch den Modernisierungsprozess und dem damit einhergehenden Strukturwandel im 19. Jahrhundert hervorgerufen wurden, versuchte vor allem das Bürgertum mit der Suche nach geschichtlicher und räumlicher Kontinuität zu begegnen. Regionale Geschichtsvereine kamen diesem Bedürfnis entgegen. Georg Kunz zeigt, wie die "Erfindung der Tradition" konkret ablief.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2000
Dieter Langewiesches Besprechung ist genau genommen weniger eine Buchrezension als vielmehr eine Inhaltsangabe. So referiert er das Geschichtsbild historischer Vereine und ihres bisweilen regionalen Selbstverständnisses und dessen Veränderungen. Zu den Stärken bzw. Schwächen des vorliegenden Bandes erfährt der Leser fast nichts, außer dass der Band "Geschichtsschreibung" bietet, die für "Geschichtswissenschaft" unerlässlich ist, und dass der Autor mit der spärlichen Quellenlage zur Erweiterung des Wirkungskreises der historischen Vereine zu kämpfen gehabt habe - genauso, wie die Autoren früherer Studien zu dem Thema auch.
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