Aus dem Englischen von Conny Lösch. An einem strahlenden Sommertag kreuzen sich die Wege von vier Menschen am Hafen von Sydney, in der Nähe der berühmten Oper. Scharen von Touristen vermischen sich hier mit Einwohnern der Stadt. Alle vier tragen an ihrer Geschichte: Ellie erinnert sich an ihre Liebe zu James als Vierzehnjährige in der kleinen Provinzstadt, in der sie aufwuchsen. James ist besessen von einer Tragödie, für die er sich verantwortlich glaubt. Catherine trauert um ihren Bruder Brendan, der vor einigen Jahren in Dublin starb. Und Pei Xing fährt jeden Samstag nach Sydney, um einer einstigen Lageraufseherin aus Pasternaks Doktor Schiwago vorzulesen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2013
Sehnsucht nach Sydney versprürt Juri Müller nach der Lektüre dieses Buches von Gail Jones. Die Autorin lässt darin vier Personen durch die australische Metropole spazieren und sich an ihr Leben erinnern. Das Können der Autorin liegt für den Rezensenten in der richtigen Dosierung der Erinnerungen, die dem Leser Raum für Vorstellung lässt. Außerdem schätzt Müller, dass Jones keine symbolischen Platzhalter für emotionale Regungen vorführt, sondern echte Persönlichkeiten, die auch eine Gegenwart besitzen. Das Buch erscheint dem Rezensenten als doppelte Reise - in die Vergangenheit und in das heutige Sydney.
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