Florian Opitz

Capital B

Zwischen Anarchie und Ausverkauf - Die Geschichte Berlins von 1989 bis heute
Cover: Capital B
Tropen Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783608502701
Gebunden, 400 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Fotos von Ben De Biel, Harald Hauswald und anderen. Kaum eine Stadt hat so viel erlebt wie Berlin von '89 bis heute. Mehr als drei Jahrzehnte Licht und Schatten, mehr als drei Jahrzehnte "arm, aber sexy". Eine weltweit gefeierte Sub- und Clubkultur auf der einen Seite, politische Skandale, Gentrifizierung und Ausverkauf auf der anderen. In Capital B wird diese einzigartige Stadtgeschichte von denen erzählt, die sie geprägt haben: Größen der Musikwelt wie Peter Fox, Kool Savas oder Sookee. Pionieren der Techno- und Clubkultur von Loveparade über den Tresor bis zur Bar 25 wie u. a. Danielle de Picciotto und Dimitri Hegemann. Den Regierenden Eberhard Diepgen, Klaus Wowereit und Franziska Giffey, skandalumwitterten Politikern wie Klaus Rüdiger Landowsky und Thilo Sarrazin. Hausbesetzern und Aktivisten wie Andrej Holm und Pamela Schobeß, Unternehmern, Clan-Mitgliedern uvm.Der Filmemacher und Autor Florian Opitz erschafft mit Capital B eine rasante Nachwendegeschichte, die die Mechanismen der Macht ebenso offenlegt wie die Möglichkeiten von Kollektiven und Kultur..Der Mauerfall im November 1989 bot die historische Chance, eine Stadt von Null auf neu zu denken. Capital B erzählt von dieser besonderen Zeit und davon, wie Berlin von einer eher provinziellen Großstadt zu jener Weltmetropole geworden ist, die heute zwar Boomtown ist und doch unregierbar zu sein scheint.Eine Geschichte, die so inspirierend wie dramatisch ist: Der Sommer der Anarchie und der Anfang der Technoszene, die legendären Hausbesetzungen, das Massenphänomen Love Parade, der brachiale Neubau des Potsdamer Platzes, der Berliner Bankenskandal, das Desaster um den Flughafenneubau. Und schließlich und immer stärker die Gentrifizierung und der Ausverkauf der Stadt.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 08.08.2025

Rezensent Matthias Ubl wünscht dem von Florian Opitz verfassten Band viele Leser. Wie Berlin vom Eldorado der Lebenskünstler zum Eldorado der Immobilenspekulanten wurde, lässt sich hier nachlesen, meint Ubl, der die vielen unterschiedlichen Stimmen im Buch von der Künstlerin Danielle de Picciotto über Aktivisten bis zu Investoren und Politikern lobt. Was von der Wende bis heute geschah und inwieweit Sparpolitik und Wohnungsnot zusammenhängen, lernt Ubl auf unterhaltsame Weise.

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