Carl Hanser Verlag, München 2026
ISBN
9783446283084 Gebunden, 256 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Welche Farbe hat das Universum? Wer an das All denkt, stellt sich unendliche schwarze Weiten vor. Tatsächlich ist der Weltraum ein unvorstellbar buntes Kaleidoskop. Dem menschlichen Auge bleibt dieser kosmische Regenbogen allerdings verborgen - um ihn sichtbar zu machen, braucht es ausgeklügelte Teleskope und die Augen der Astronomie. Florian Freistetter weiß, wie man sie scharfstellt! Er nimmt uns mit auf eine wilde Reise durch grüne Galaxien, zu orangen Zwergen und mitten hinein in die Farbwirbel schwarzer Löcher. Was verraten violette Planeten über den Ursprung des Lebens? Warum haben rote Planeten die Menschen immer wieder zu Mythen und Geschichten inspiriert? Und was hat das Universum mit Latte Macchiato zu tun?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2026
Eigentlich sind die Planeten gar nicht so farbenfroh, wie sie uns durch mediale Vermittlung erscheinen, lernt Rezensent Ulf von Rauchhaupt bei dem Astronomen Florian Freistetter, das Hubble-Teleskop zum Beispiel beleuchtet so lange, bis die Planeten im "ultramarinen Tiefblau" erscheinen. Auch zu anderen wichtigen Themen der Astronomie gibt es hier Spannendes zu lesen, organisiert ist das Ganze in Kapiteln, die nach den Farben des Regenbogens benannt sind. Es mag zunächst nicht immer logisch anmuten, denn nicht jedes Phänomen hat mit einer speziellen Farbe zutun, aber das assoziative Konzept geht doch auf, findet Rauchhaupt, denn so wird zum Beispiel Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie wichtig die Entdeckung "elektromagnetischer Wellenlängen im sichtbaren Spektralbereich" für die Disziplin war. Von Populärwissenschaft und Science Fiction ist Freistetter auch nicht ganz abgeneigt, erfahren wir, "grüne Männchen" sind für ihn durchaus denkbar. Kleinere Mängel wie eine Fehleinschätzung bei der Frage, wie lange das Terraforming des Mars dauern würde, kann der Kritiker gut verzeihen, ihn überzeugt die Überblicksdarstellung auch mit Lebendigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.02.2026
Ein Buch, das neugierig macht, auch wenn es sein Thema nicht umfassend behandelt, hat Florian Freistetter laut Rezensent Volkart Wildermuth geschrieben. Der Astronom Freistetter beschäftigt sich darin mit den Farben des Universums, wobei jeder Farbe ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Man lernt also zum Beispiel manches darüber, warum der Mars als ein roter Planet gilt (er hat eine rostige Oberfläche), aber auch, wie es zu den überwältigenden Farben der Hubble-Teleskop Bilder kommt: Manche Farben sind hier Fake, denn es gibt Daten, die man quasi "einfärben" muss, um Bilder für uns verständlich zu machen, lesen wir. Dabei entstehen auch lustige Kreationen, wie die Farbe "Cosmic Latte", verrät der Kritiker. Zwischendurch gibt es viele schöne Anekdoten, spannende Geschichten und Hintergrundinfos. Man sollte nicht erwarten, so Wildermuth, in diesem Buch einen Überblick über die gesamte Disziplin der Astronomie zu erhalten. Aber als Einstieg in ein faszinierendes Feld, so das positive Fazit, taugt es allemal.
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