Eli Pariser

Filter Bubble

Wie wir im Internet entmündigt werden
Cover: Filter Bubble
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 9783446430341
Gebunden, 288 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ursula Held. Google und viele andere große Plattformen treiben die Entwicklung zur "Personalisierung" massiv voran: Die Nutzer bekommen im Internet nur noch das zu sehen, was zu ihrem Profil passt. Das kann sinnvoll sein: Bei der Eingabe des Stichwortes "Golf" erfährt der passionierte Golfer alles über seine Lieblingssportart, während der Autonarr nur Informationen zum VW Golf geliefert bekommt. Doch politisch sind die Folgen gravierend: Wir erhalten nur noch Nachrichten, die zu unseren angestammten Überzeugungen passen, abweichende Standpunkte gehen an uns vorbei. Und weil wir nicht wissen, welche Informationen gefiltert sind, merken wir es nicht einmal. Eli Pariser wendet sich in seinem Buch gegen die rücksichtslosen Big Player des Internets, die Meinungsvielfalt und breite politische Diskussionen auf dem Altar ihres Profits opfern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2012

Nur zustimmen kann Thomas Thiel den Diagnosen des Eli Pariser. Das Internet versprach einst mehr Demokratie, nun ist es es zu einer rein manipulativen Kraft dunkel waltender Kräfte geworden, die vor allem einen Namen tragen: Google. Zwar hatte man auch schon in der vordigitalen Ära Vorlieben. Nun aber merkt man nicht einmal mehr, dass man sich in einer Blase bewegt. "Sich im Strom der Informationen allein zurechtzufinden, überfordert die meisten", bestätigt der erfahrene Printjournalist. Das Internet bringt für ihn Subjektverlust und Entmündigung. Thiel kann Parisers Vorschlag nach einem neuen Einbau des Zufalls in unsere Wege durchs Netz darum einiges Abgewinnen. Zurückgewonnen, so denkt der Leser der Rezension, hätte der Journalist dann seine Funktion als Wegweiser durch den nicht beherrschbaren Tumult der Informationen.

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