Als Tennisspieler ist Roger Federer längst eine lebende Legende. Zugleich ist er einer der wenigen Athleten, die über den Sport hinaus zu einer globalen Ikone geworden sind. Warum lieben ihn so viele Menschen? Dominique Eigenmann hat sich von Federer fast gegen seinen Willen verführen lassen. Verwundert geht er in einem persönlichen Essay dem Geheimnis nach, warum dieser Künstler des Sports uns so berührt. Grund dafür sind nicht die Rekorde, schreibt er, sondern die Art und Weise, in der er sie erspielt hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2012
Gut, der Autor ist eben Nachrichtenchef der Zürcher Tages-Anzeigers und Schweizer dazu. Dass Jochen Hieber in dieser Federer-Hommage von Dominque Eigenmann vor allem Nüchternheit geboten bekommt, war zu erwarten. Dass der Band derart wenig Überraschendes oder auch nur Neues über den Schweizer Tennisgott zu berichten hätte, hätte Hieber allerdings nicht erwartet. Eigenmanns Referenznahme auf David Foster Wallace und seinen Aufsatz zu Federer ist da schon etwas ganz Ausgefallenes. Nur dass der Autor im Gegensatz zu Wallace eben analytisch nichts zuwege bringt, wie Hieber bedauert. Hübsch formulieren kann er ja, der Autor, räumt Hieber noch ein, aber müssen wir wirklich dauernd von seiner "Liebe" zu Federer lesen?
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