Sorry Press, München 2026
ISBN
9783910265288 Gebunden, 228 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
In englischer Sprache. Mit einem Vorwort von Jamz Supernova. Sorry, the music from Rio de Janeiro has been travelling the world since decades. For Non-Brazilians, everything seemed to begin in Ipanema: a guitar chord, a soft melody, a girl walking by. Enough to transform a city into a myth. However, samba rose from the hills, far from the beach. And baile funk emerged from the favelas rather than Copacabana.Berlin DJ and music producer Daniel Haaksman looks behind the curtain of postcard clichés and explores both the history and the present of Rio, creating a sensual map of carioca music. Spanning more than a century, the songs featured in "It Began In Ipanema" reveal how a city tells its story through sound. From the restrained precision of bossa nova to the intensity of baile funk, from beachside mythologies to hillside realities, each chapter opens another window onto the city. What takes shape resembles less a linear history than a constellation of perspectives. A sonic urban architecture formed through longing, rhythm, and resistance.Written with the curiosity of a digger and the sensitivity of a cultural mediator, Daniel Haaksman´s It Began in Ipanema moves between essay, travelogue, and musical analysis. It´s for readers willing to follow and explore. And above all, to listen and to listen again.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.09.2026
Rezensentin Aurelie von Blazekovic träumt sich mit dem Buch des Musikers und Journalisten Daniel Haaksman nach Rio de Janeiro, eine Stadt, die unendlich schön und zugleich stark von sozialen Ungleichheiten zerrissen ist. Haaksman schreibt anhand von fünfzig Songs über die Musik, die die Stadt zum Kultur-Exportschlager hat werden lassen - der berühmte Bossa Nova "The Girl from Ipanema" ist nur ein ganz kleiner Teil davon, lernt Blazekovic. Die schwarzen Kulturen haben viel mehr zum "reichen musikalischen Schatz" Brasiliens beigetragen als reiche Strandgäste in Ipanema, erfährt sie, das zeigt ihr zum Beispiel der "Rap das Armas", der aus der Favela kommt und über den gewalttätigen Alltag in den armen Vierteln berichtet, oder auch Tim Maias Disco-Klassiker "Do Leme ao Pontal". Auch wie Haaksman über den Samba berichtet, der unterschwellig auch die Militärdiktatur der 1970er-Jahre kritisiert, ist für die Kritikerin einleuchtend und mit den tollen Musikbeispielen, die der Autor wählt, sofort sinnlich eingänglich. Dieses Buch und die Playlist, die es uns an die Hand gibt, sind die optimale Reisevorbereitung für Rio, versichert sie.
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