Anna Gavalda

Ab morgen wird alles anders

Erzählungen
Cover: Ab morgen wird alles anders
Carl Hanser Verlag, München 2017
ISBN 9783446250499
Gebunden, 304 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Ina Kronenberger. Mathilde, 24, verliert ihre Handtasche, nachdem sie in einem Café in Paris einen Drink zu viel hatte. Darin steckt eine Menge Geld, das ihr nicht gehört. Yann, 26, fühlt sich in einem langweiligen Beruf und in einer spießigen Beziehung gefangen. Die eine sucht nach dem richtigen Mann, der andere hat den verkehrten Job, der dritte trauert um sein Kind, bei keinem läuft es richtig rund. Aber: "Ab morgen wird alles anders". Das ist das Motto von Anna Gavaldas neuen Geschichten. In ihnen erzählt die Bestsellerautorin aus Frankreich mit Witz und Leichtigkeit von der unzerstörbaren Hoffnung der Menschen und der altmodischen Macht der Liebe in unseren modernen Zeiten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2017

Es gibt definitiv bessere Bücher von Anna Gavalda, meint Rezensentin Julia Bähr. Auch wenn die hier versammelten Erzählungen durchaus viel französischen Esprit verströmen, erscheinen sie der Kritikerin doch unentschieden, konventionell und gelegentlich zu "süßlich". Auch sprachlich kann Gavalda - oder ihre Übersetzerin Ina Kronenberg -die Rezensentin nicht überzeugen: Neben einigen altbackenen Formulierungen stören Bähr insbesondere jene ellenlangen Passagen, die sich zwischen "Schwulst und Avantgarde" bewegen. In der letzten Erzählung, in der Gavalda Gründe für das Scheitern einer Beziehung auflistet, entdeckt die Kritikerin allerdings den ganzen "Charme" der Autorin.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.05.2017

Anna Gavalda beherrscht die "kleine Form" wie keine Zweite, versichert Rezensentin Katharina Granzin, die sich von der französischen Leichtigkeit der hier versammelten Erzählstücke allerdings nicht so einfach täuschen lässt. Denn egal, ob Gavalda von einer jungen Frau erzählt, die die ebenso "poetischen" wie "pornografischen" Liebesbriefe ihres Exfreundes verliert und sich in den dicken, hässlichen Finder verliebt oder einen jungen Yuppie beim Aufbruch in ein neues Leben begleitet - stets bricht das Unerträgliche, der Wagemut, das Glück oder Unglück in die Erzählungen hinein, erklärt die Kritikerin. Wie geschickt die Autorin "märchenhaften Romantizismus" und "psychologischen Realismus" ausbalanciert und dabei alle Facetten des Lebens einfängt, hat der Rezensentin gefallen.

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