Vorgeblättert

Friedrich Christian Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand

06.07.2009. Wer erfand die Maschine, die heute auf allen Schreibtischen steht? Friedrich Christian Delius erzählt in diesem unterhaltsamen Roman von Konrad Zuse (1910-1995), der Erfindung des Computers und einer unmöglichen Liebe. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die Frau, für die ich den Computer erfand".
Friedrich Christian Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand
Roman

Verlag Rowohlt Berlin, Berlin 2009
288 Seiten, gebunden, 19,90

Erscheint am 17. Juli 2009

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Klappentext: In einer Vollmondnacht im Sommer 1994 sitzen ein alter Herr und ein junger Mann auf einem Berg und reden. Der eine ist der Erfinder des Computers, der andere eine mathematische Niete, ein Journalist. Der Alte erzählt - während er den Festakt zu seinem vierzehnten Ehrendoktorhut schwänzt - von den Wundern, die er mit handgesägten Einzelteilen am Wohnzimmertisch in Berlin-Kreuzberg vollbracht hat, von seiner Arbeit in Nazideutschland, von der dramatischen Flucht mit der "Universal-Rechenmaschine" in den letzten Kriegswochen, von seiner Werkstatt in der Rhön und seinem Pech mit den Patentämtern.
Je mehr er redet, desto freier fühlt er sich, von seinen Erfolgen und Niederlagen zu berichten, seine Ansichten über Gott und die Welt auszupacken und seine leidenschaftliche Fernliebe zu Ada Lovelace (1815-1852), der Tochter Lord Byrons, zu beichten. Er phantasiert, lamentiert, triumphiert und kann sich nicht lösen von dem Gedanken, etwas Faustisches in sich zu haben ...
Wie kam es zu dem Gerät, das heute auf allen Schreibtischen steht? Friedrich Christian Delius erzählt in diesem raffinierten und höchst unterhaltsamen Roman die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse (1910-1995) - und davon, wie alles anfing, wie das digitale Zeitalter begann.


Zum Autor: Friedrich Christian Delius (Homepage) geboren 1943 in Rom, in Hessen aufgewachsen, lebt heute in Berlin und Rom. Mit zeitkritischen Romanen und Erzählungen wie der Trilogie "Deutscher Herbst" und "Die Birnen von Ribbeck"51), aber auch als Lyriker wurde Delius zu einem der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren. Zu seinen bekanntesten Werken gehören unter anderem: "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus", "Die Flatterzunge", "Der Königsmacher" sowie "Mein Jahr als Mörder" und "Bildnis der Mutter als junge Frau". Bereits vielfach ausgezeichnet, erhielt Delius zuletzt den Walter-Hasenclever-Literaturpreis, den Fontane-Preis und den Joseph-Breitbach-Preis.

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