8121 Bücherschauen - Seite 1 von 813

21.09.2026 Die SZ untersucht mit Peter-Andre Alt, wie es die deutschen Kanzler mit den Intellektuellen hielten. Die FAZ wünscht Sylvester Groths Lesung des Orwell-Klassikers "1984" viele Hörer. Dlf wird im Jugendbuch von Rüdiger Bertram und Heribert Schulmeyer Zeuge einer unerwarteten Freundschaft zwischen Kriegsfronten. Dlf Kultur buddelt mit Frank Ashwood in der Erde und findet dort schrumpelnde Bärtierchen und durchsichtige Tausenfüßler. Mit Ferren Gipson deutet sie die Sterne am Firmament der Kunstgeschichte.

19.09.2026 Wertvoll findet die taz die Traumanalysen von Shoah-Überlebenden, die Christiane Sollte-Gresser in ihrem Essay versammelt. Von Rolf G. Heinze und Sebastian Kurtenbach lernt sie: Die Wohnkrise ist nicht mehr aufzuhalten. Die FAZ ist dankbar, dass die Kunsthistorikerin Judith Rottenburg den Blick auf die Ästhetik afrikanischer Kunst lenkt. FAS und NZZ amüsieren prächtig mit Stefanie Sargnagel auf dem Oktoberfest, können aber nur hoffen, dass vieles ausgedacht ist. Der Dlf fällt mit Marlen Mairhofers „Alice“ aus der Liebe heraus über Kuchen her. Außerdem staunt er, wie Munir Hachemi seine Erzählung über Massentierhaltung mit Breton und Bolano würzt.

18.09.2026 Die FAZ hört das innere Wüten in den Gedichten des jung gestorbenen dänischen Lyrikers Michael Strunge. Die FR empfiehlt Veronika Peters' "Mehr Leben als geplant" als Mutmach-Roman. Die SZ lobt Philipp Ruchs "Der Rückfall" über die Wahlen im September 1930 für seine Deutungsfrische. Angehenden Autoren rät die FAZ zu Isabel Allendes "Unsere Geschichten": Dort lernt man, Schreiben als "mysteriösen, organischen und intuitiven Prozess" zu verstehen.

17.09.2026 Die FAZ liest interessiert Matthias Häusslers Buch über die Kriege der OvaHerero und Nama gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Die SZ träumt sich mit den 50 Songs, die der Journalist Daniel Haaksman zusammengetragen hat, nach Rio de Janeiro. Außerdem stellt sie dank Hans Woller fest: Zumindest über den politischen Thomas Mann gibt es durchaus noch Neues zu lernen. Die Zeit erlebt mit Colin Barrett Gewalt und Rausch im Drogenmilieu in Westirland. Überwältigt liest die FR, wie Boualem Sansal seine Zeit im Gefängnis beschreibt.

16.09.2026 Als literarisches Virtuosenstück würdigt die FAZ Adania Shiblis neuen Roman, der vom Schicksal der Palästinenser erzählt. Atemlos folgt die taz mit Alisha Gamish drei russlanddeutschen Frauen aus drei Generationen von Novosibirsk bis Fürstenfeldbruck. Der Dlf lernt Sigrid Nunez nun auch als Meisterin der Short Story kennen. Dlf Kultur bewegt sich mit Dora Kaprálová stroboskopisch durch Maribor und begleitet Klara Wang Tylova in sechs schillernden Geschichten zu den "Geistern von Taipeh".

15.09.2026 Die FAZ streift mit dem Ökologen Frank Ashwood durch neuseeländische Wälder und untersucht Asseln und Pilze. Von Karen Hagemann wird sie an die Rolle der Frau in den Kriegen Europas erinnert. Die FR warnt vor der Lektüre von Michel Houellbecqs Gedichten, die ein finsteres Bild der Gegenwart mit Bürgerkriegen, Feuersbrünsten und Mörderbanden malen. Die NZZ zieht sich mit Gabriela Adamesteanu lieber direkt in die Entrücktheit der rumänischen Kartpaten zurück. Und der Dlf verabschiedet mit Jachym Topols daueralkoholisiertem Prager Journalisten das europäische Freiheitsversprechen.

14.09.2026 Die SZ lässt sich von Isabel Schayani berührende Geschichten von gelingenden Freundschaften zwischen Russen und Ukrainern, Israelis und Palästinensern oder Rechten und Linken erzählen. Eva Menasses neuer Roman erscheint der SZ wie das Buch zur Wahl in Sachsen-Anhalt. Außerdem empfiehlt sie dringend H. G. Adlers „Der verwaltete Mensch“ über die Rolle der Bürokratie hinter der Deportation der Juden. Die FR sucht mit Vigdis Hjorth unter Vergessenen in einer norwegischen Kneipe nach Hoffnung. Der Dlf sinniert mit Ingo Schulze über eine utopische DDR.

12.09.2026 Die FAZ schöpft neue Houellebecq-Hoffnung mit dessen schwebend-exzentrischem Gedichtband "Der stets verlorene Kampf": Vielleicht kommt doch noch ein letzter schöner Roman? Die FR lässt sich mit Christoph Sators "La vie en rose" zu hundert französischen Chansons verführen. Die SZ taucht mit Gillian Andersons "More" in die sexuellen Phantasien unzähliger Frauen ein. Die taz lernt von Manuela Müller, warum die Jugend wieder Hakenkreuze malt. Der Dlf erlebt mit dem autistischen Autor Woody Brown "Ein ganz normales Wunder".

11.09.2026 Die FR geht mit Souvankham Thammavongsa zur Maniküre in Susans Nagelstudio und lernt allerhand über Klassismus. Ergriffen liest die NZZ, wie sich Jean Rolin an seine Leidenschaft für Josephine, die drogensüchtige Ex-Frau von Felix Guattari, erinnert. Die Welt erlebt in Mirko Bonnés "Kanzlerkino" eine Alternativweltgeschichte. Dlf Kultur folgt Oskar Roehler bei seiner halsbrecherischen Selbstwerdung. Wenn die Zeit eine Kolumne ablehnt, ist das noch keine Zensur, erklärt der Dlf Ai Weiwei.

10.09.2026 Die FAZ amüsiert sich prächtig, wenn Markus Orths einen Laurence-Sterne-Fan auf die Suche nach einem verschollenen Tristram-Shandy-Band schickt. Zutiefst erschüttert ist die Zeit, wenn ihr Mathieu Belezi wie in einem altbabylonischen Keilschrifttext den brutalen Kolonialismus in Algerien vor Augen führt. Der Dlf staunt über die Modernität von George Moores Novelle "Albert Noobs" über Frauen in Männerkleidern. Ganz mitgerissen liest der Dlf Kultur über die Liebesgeschichte zwischen Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling, die Constantin Lieb erzählt.