Aus dem Ungarischen von Christina Viragh und Heinrich Eisterer. Das, was nicht oder nicht mehr im Text steht, Auslassungen oder gestrichene Passagen, nennt Péter Nádas "Stumme Poetik". Sie bestimmt, wie wir in einen Text eintreten. Wie verlassen wir ihn wieder? Wie ist das Verhältnis von Beschreibung und Dialog, von Raum und Zeit? Wie gelingt es dem Autor, ein Sprachgebilde plastisch, geradezu dreidimensional zu errichten? Um Struktur, Gliederung, Aufbau, Schichtung geht es auch in Haydn im Plattenbau, historisch-soziologische Betrachtung und zugleich sehr persönlicher Nachruf auf den verstorbenen Freund Péter Esterházy. Das gleiche Verfahren wendet der Autor in In den Farben der Dunkelheit an, diesmal bezogen auf den Wechsel vom analogen Bild zum digitalen, dem die Plastizität von Licht und Schatten fehlt, die Tiefe, das Drama.Einer der großen europäischen Erzähler gibt Einblicke in sein Handwerk, sein Werk, und lehrt uns, Bekanntes mit neuem Blick zu sehen.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester…