Intervention

In der Reihe "Intervention" veröffentlichen wir kompakte, meinungsstarke Stücke unterschiedlicher Autoren zu politischen oder kulturellen Themen.
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Lob des Pessimismus

Intervention 01.11.2024 Anne Applebaum hat am 20. Oktober in der Paulskirche in Frankfurt am Main den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten und eine großartige Dankesrede gehalten. An einer Stelle ist allerdings ein kleiner Einwand angebracht: Sie sagte, der Kampf gegen totalitäre Bedrohungen sei auch ein Kampf gegen "Hoffnungslosigkeit und Pessimismus" im Westen. Ist es nicht eher ein blinder  Optimismus, der Europa und die Welt gegenüber Putin in die Irre geführt hat? Von Richard Herzinger

Russische Experten

Intervention 24.09.2024 Die deutsche Öffentlichkeit reflektiert längst nicht genug, in welchem Maß das Land mit prorussischer Propaganda überzogen wird. Fake News  in den sozialen Medien sind das eine. Aber auch etablierte Medien werden mit Kreml-Propaganda gefüttert. Im deutschsprachigen Raum sind es einstmals seriöse Blätter wie die Schweizer Weltwoche und die Berliner Zeitung, die sich in der Hand kremlnaher Verleger befinden. Erforderlich wäre etwa ein regelmäßiges Briefing, in dem vor den neuesten Desinformations-Angriffen gewarnt wird. Von Richard Herzinger

Verlogene Friedens-Rhetorik

Intervention 20.06.2024 Mit dem "Bündnis Sahra Wagenknecht" hat sich neben der AfD eine weitere Kreml-Partei etabliert. Obwohl die Wagenknecht-Partei die Widerstandskraft gegen totalitäre Aggressoren nicht weniger aktiv unterminiert als ihr Pendant auf der äußersten Rechten, rechnet man sie aber meist noch immer dem demokratischen Spektrum zu. Das macht diese Partei umso gefährlicher: Das BSW lockt Wähler an, die der prorussischen Haltung der AfD zuneigen, aber nicht mit deren neonazistischen Tendenzen in Verbindung gebracht werden wollen. Von Richard Herzinger

Lieber ein weiteres Rentenpaket

Intervention 13.06.2024 Hilfe, die Jugend wählt rechts. Sie verhält sich nicht so, wie es die Erwachsenen erwartet haben. Vor fünf Jahren kamen die Grünen bei den Jugendlichen noch auf knapp 35 Prozent. Nun hat ihnen die AfD per TikTok das Gehirn erweicht, heißt es. Woran könnte dies möglicherweise liegen? Als junger Mensch versuche ich mal, darauf zu antworten. Das Problem haben nicht allein die Grünen: Keine der bürgerlichen Parteien bot eine Erzählung, die über das "Wir sind nicht die AfD" hinausging. Wo bleibt das Angebot an die Jugendlichen? Von Lukas Pazzini
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